Victoria Gazette

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Pseudokunst am Mehringplatz

So verschaukeln der Kunstwelt-Verein und das Bezirksamt die Bürger

Mitte 2006 realisierte Herbert Bongi Voges, Vorstand des Kunstwelt e.V., den sogenannten „Pfad der Visionäre“. Dieses Projekt bestand aus circa 24 Platten, die in den Boden der Fußgängerzone nördlich des Mehringplatzes eingebaut wurden.

Gesamtkosten circa 240.000 Euro, die laut Voges von privaten Sponsoren beglichen werden sollten. Leider hielten die Bodenplatten Wind und Wetter nicht stand und die Platten gingen recht schnell kaputt. Der zerfallende Pfad wurde zum Alptraum der stolpernden Bewohner und Passanten.

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Sanierungsgebiet Südliche Friedrichstadt

Der Workshop und die Geier

Am 9. Mai fand im IGM-Haus die Auftaktveranstaltung zum städtebaulichen Workshopverfahren Mehring- und Blücherplatz statt.

Vorrangiges Ziel laut Einladung: Die Behebung der funktionalen und gestalterischen Defizite im öffentlichen Raum. Ein Schwerpunkt der Aufgabe wird daher die Gestaltung der Grünanlagen, Platz- und Straßenflächen bilden.

Da gibt es einige Millionen aus dem Staatssäckel zu verteilen und da dürfen die üblichen Verdächtigen, die fette Beute riechen, nicht fehlen.

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Missmanagement am Mehringplatz

Der Mehringplatz nach neun Jahren QM-Präsenz

Auf der Internetseite des Quartiersmanagement (QM) Mehringplatz steht:

Bereits im Jahre 2004 wurde im Rahmen des Aktionsforums Mehringplatz eine Bewohnerbefragung im Gebiet rund um den Mehringplatz durchgeführt. Die Umfrage zeigte Probleme auf, welche die Anwohner alleine nicht bewältigen können. Viele bemängelten den starken Alkohol- und Drogenkonsum am Platz, wünschten sich die Aufwertung der Grünanlagen und Spielplätze, mehr Angebote für die Anwohner und, und, und.

Und wie ist die Lage heute – zehn Jahre später – nach fast neunjähriger QM-Präsenz und Investitionen in Millionenhöhe?

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Pfad der Visionäre - keine Kunst

Vernichtendes Gutachten der Kommission für Kultur im öffentlichen Raum

Bonger Voges und Kristijana Penava, Vorstände des Kunstwelt e.V., möchten ihr Projekt, das ursprünglich von privaten Sponsoren getragen werden sollte, nun pötzlich mit Steuergeldern finanzieren lassen. Gesamtkosten des Projekts: 320.000 Euro.

Voges betrachtet den "Pfad der Visionäre" im Sinne Joseph Beuys´ als soziale Plastik, die auch eine politische Kunst sei.

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Pfad ohne Visionen

Hans Panhoffs lockerer Umgang mit Steuergeldern

Beim Treffen der Bewohner des Quartiers Mehringplatz mit dem Kreuzberger Stadtrat Hans Panhoff am 18. März 2014 sagte dieser, dass er den Pfad der Visionäre, ein Projekt des Kunstwelt e.V., so schnell wie möglich realisieren wolle. Dass die Kommission für Kunst im öffentlichen Raum dieses Projekt einstimmig ablehnt, scheint Panhoff nicht zu stören. Er fühle sich an die Zusage seines Amtsvorgängers Franz Schulz gebunden und stimme daher einer Förderung bis zu einer absoluten Obergrenze von 130.000 € zu. Naja, man kann doch einem Parteifreund keinen Wunsch abschlagen und sei er noch so teuer!

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Pfad der Visionäre

Kommission für Kunst kritisiert künstlerischen Wert des Projekts

Auszug aus dem Sitzungsprotokoll der Kommission für Kunst im öffentlichen Raum Friedrichshain-Kreuzberg

Bonger Voges, der Initiator des Projekts "Pfad der Visionäre" in der Friedrichstraße, betrachtet den Pfad im Sinne Beuys als soziale Plastik, die auch eine politische Kunst sei. Es sei nun notwendig, dass aus sog. „Sanierungsmitteln“ entweder für 110.000 Euro neun Tafeln realisiert werden oder als größtmöglicher Wunsch für 300.000 Euro eben alle 33 Tafeln eingesetzt werden könnten. Der Einsatz von öffentlichen Geldern sei erforderlich, um den Botschaften und Sponsoren zu belegen, dass ein großes Interesse an einer Umsetzung bestehe.

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Quartiers(miss)management

Die listigen Weiber vom Mehringplatz

Seit acht Jahren führen die schnarchigen Mädels vom Quartiersmanagement (QM) Mehringplatz ein gemütliches, stressfreies Dasein, das den Steuerzahler jährlich fast eine Viertelmillion Euro kostet. Ihre Einschätzung der Situation im Quartier stützen die nicht vor Ort wohnenden QM-lerinnen hauptsächlich auf Erzählungen einer Clique, die bei den letzten Wahlen auf wundersame Weise mehrere Sitze im Quartiersrat ergatterte.

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Fördergelder "Soziale Stadt"

Erratischer Einsatz von Fördermillionen durch das QM Mehringplatz

Merkwürdig. Ein Ausflug an die Spree ist förderfähig, ein Ausflug ins Theater nicht. Boxkurse für Jugendliche werden gefördert, Informatikkurse für begabte Schüler nicht. Offenbar sind Projekte, die den Intellekt fordern, beim Quartiersmanagement (QM) Mehringplatz nicht angesagt.

Die Arbeitslosenquote unter den jungen Bewohnern des Mehringkiezes ist wegen mangelnder Qualifikation erschreckend hoch. Deshalb gilt das Thema „Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt“ zu Recht als Themen- schwerpunkt.

Sieht man sich jedoch die Internetseite des Quartiersmanagement Mehringplatz an, muss man fassungslos feststellen, dass das QM in den acht Jahren seiner Existenz lediglich ein Projekt zu diesem Thema, nämlich das Europafestival, umgesetzt hat. Inwieweit Klettertürme, Straßenumzüge und Fahnenschwinger ge- eignet sind, die Chancen der jungen Leute auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern, weiß nur das QM und dessen Träger Kunstwelt e.V., der für dieses Projekt über 20.000 Euro kassieren durfte.

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Quartiersrat Mehringkiez

Cliquen und Interessensgruppen im Quartiersrat

Im Bewohner-Quartiersrat sitzt die „Kiez-Krähen“-Clique, die der Leiterin der Galilei-Schule zu Dank ver- pflichtet ist, da diese ihr einen Übungsraum zur Verfügung stellte. Projektanträge der Schulleiterin werden vom Quartiersrat (QR) generell widerspruchslos abgenickt. Wenn es sich um Kinder handelt, geht das Herz auf und der Verstand setzt aus.

Die Kita Wilhelmstraße 14a wurde kürzlich mit 10.000 Euro (!) beschenkt, um in deren Garten "durch geeig- nete Bepflanzungsmaßnahmen Schattenplätze zu gestalten". Moderne, bunte Sonnensegel aus imprägnier- tem Leinen würden ein Zehntel davon kosten und gleichzeitig vor einem leichten Sommerregen schützen. Aber warum kleckern, wenn man auch klotzen kann?

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